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Ein kritischer Text, den ein Kommandant als Mahnung in der Feuerwehr publizierte:

Herr X. ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und - wie er glaubt - ein aktiver Feuerwehrmann. Denn immerhin nimmt Herr X. des öfteren an Ausrückungen zu Festen teil; auch wenn es gratis etwas zu essen gibt ist er zur Stelle. Wie gesagt, ein aktives Mitglied der Feuerwehr - wie er glaubt.
An technischen Schulungsabenden nimmt Herr X. nicht teil, denn er kennt sich ja sowieso überall aus, schließlich ist er ja bereits seit 20 Jahren bei der Feuerwehr!
Herr X. hat einen 18-jährigen Sohn. Dieser bestand vor einem Monat die Führerscheinprüfung und letzte Woche hat er sich ein neues Auto gekauft. Es ist Samstagabend und der Sohn von Herrn X. lädt seine Freunde zu einer Disco-Tour in seinem neuen PKW ein. Natürlich trinkt er keinen Alkohol, schließlich ist er ein selbstbewusster Lenker. Während der Heimfahrt beginnt es zu schneien und die Fahrbahnen werden spiegelglatt. Und es passiert - aufgrund noch mangelnder Fahrpraxis kommt der Wagen ins Schleudern und prallt in der Folge gegen einen Baum. Die Mitfahrer können sich nur leicht verletzt selbst aus dem PKW befreien, X's Sohn jedoch ist hinter dem Steuer eingeklemmt. Seine Freunde verständigen Feuerwehr, Rettung und Gendarmerie.
Herr und Frau X. sitzen vor dem Fernseher, als die Feuerwehrsirene zum Einsatz ruft. Herr X. springt auf und rast ins Feuerwehrhaus, welches sich nicht weit von seiner Wohnung befindet. Vier Kameraden sind bereits im Feuerwehrhaus, als er dort eintrifft. Es sind lauter "Ab-Und Zu-Feuerwehrmänner", doch jeder glaubt, der andere wird sich schon mit dem Bergegerät auskennen, und sie rücken mit dem Löschfahrzeug zur genannten Einsatzstelle aus. Dort angekommen erkennt Herr X. den Wagen seines Sohnes, die eingeklemmte Person ist sein eigenes Kind. Er gerät in Panik, schreit seine Kameraden an, dass sie um Gottes Willen seinen Sohn befreien! Doch nur betretene Blicke und schuldbewusste Köpfe sind die Antwort. Jeder, der "Ab-Und Zu-Feuerwehrmänner" glaubte, sich überall auszukennen, weil er ja schon so lange Zeit bei der Feuerwehr ist. Aber die Teilnahme an Schulungen und technischen Übungen hielten sie nicht für notwendig - bis an diesen schicksalhaften Tag.

Dieses kleine Beispiel soll zeigen wie wichtig die regelmäßige Teilnahme an Übungsdiensten ist.

Marcel Brandt 
Ortsbrandmeister



Es prasselt, als würde jemand Erbsen auf ein Dachfenster fallen lassen, aber es kommt nicht von oben. Es kommt durch das geöffnete Schlafzimmerfenster. Und erst als wir davon wach werden, können wir das Feuer auch riechen und sehen. Als wir nach draußen rennen, beleuchtet der Widerschein des Feuers die Szene mit seinem typisch unruhigen Licht. Außer dem Besitzer des Anwesens und uns ist nur noch ein weiterer Nachbar da. Beide bemühen sich, den Brand mit Gartenschläuchen in Schach zu halten. Der Rest der Leute aus den benachbarten Häusern, der nicht schon im Urlaub ist, verbringt den Sommerabend wohl irgendwo anders bei Freunden und Bekannten. Die Gefahr ist offensichtlich: Die Bauhütte brennt bereits lichterloh und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Feuer auf den Neubau übergreifen wird. "Ich habe die Feuerwehr schon gerufen..." sagt der Besitzer. "Vor 20 Minuten..." fügt er resigniert hinzu. Alle nicken verstehend. Es dauert nun mal seine Zeit, bis die Feuerwehr kommt, wenn man nicht in der Stadt wohnt, wo es eine Berufsfeuerwehr gibt, die rund um die Uhr besetzt ist. Das Problem liegt aber nicht in der Entfernung - das alte Zeughaus liegt nur etwa fünf Minuten von uns entfernt...

Da hören wir das Martinshorn und man kann auch das Flackern des Blaulichtes schon sehen. Der Besitzer des Grundstückes läuft ihnen entgegen, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht. "Mensch - so ein Glück, dass die schon da sind..." seufzt der andere Nachbar erleichtert und blickt auf seinen Gartenschlauch. "Damit kommt man ja wirklich nicht weit..." Nur zwei Mann sitzen im Löschfahrzeug. Und wie zu erwarten, sind es Pensionäre. Einer der beiden, der wie ich weiß schon über 60 ist, aber immer noch sehr dichtes, dunkles Haar hat, verschafft sich rasch einen Überblick. "Der war früher der Kommandant - als die Freiwillige Feuerwehr noch mehr Mitglieder hatte. Unser Glück, dass der da ist... Eigentlich dürfte er in seinem Alter gar nicht mehr..." Der Alte trifft rasch seine Entscheidungen: "Hans, Du versuchst erst mal den Brand mit dem Tankwagenschlauch vom Neubau weg zuhalten, bis ich denen hier gezeigt habe, was zu tun ist... Ihr kommt mit und helft mir, eine Saugleitung vom Löschteich aufzubauen." "Und was ist mit der Bauhütte" fragte ich. Der Alte sah mich skeptisch an: "Die ist eh nicht mehr zu retten. Die Zeiten, wo wir genug Leute hatten, um einen Brand zu bekämpfen, sind vorbei. Heutzutage verwalten wird hauptsächlich das Feuer, das wir vorfinden. Also los!".

Eigentlich war es erstaunlich, dass wir den Neubau retten konnten. Und hätten uns die beiden Alten nicht so klare Anweisungen gegeben, wir hätten wohl nie Wasser in die großen Schläuche bekommen.

Als wir vor den glimmenden Resten der Bauhütte standen, meinte meine Freundin: "Das war knapp..." "Da haben wir schon Schlimmeres erlebt", entgegnet der Alte. "Das war ja nichts Großes. Wir waren nur viel zu wenige. Erst recht zu wenige Ausgebildete.. zwölf Aktive... damit kommt man nicht über die Urlaubszeit."

"Aber warum werden dann nicht mehr ausgebildet?", frage ich. "Weil keiner kommt, wenn man was macht - weil keiner Zeit hat. Eine Jugendgruppe haben wir schon seit zwei Jahren nicht mehr. Freiwillige Feuerwehr - so etwas kostet nun mal Zeit. Die Zeit, die man beim Einsatz nicht hat, die braucht man zum Üben." Er will gerade weiterreden, als ein Piepsen ertönt. Tüt.. tüt.. tüt. "Ein Dreier-Alarm..", sagte der Alte und hält mir den Feuerwehr-Piepser hin. Aber das Gerät hört nicht auf... tüt.. tüt.. tüt..

Tüt.. tüt.. tüt.. - ich schlage die Augen auf. Wie immer drücke ich zuerst auf dem Wecker herum, weil ich denke, dass er es ist. Aber beim Blick auf die Uhr wird mir klar, dass es erst viertel nach drei ist. Samstag Nacht. Meine Freundin ist auch wach... "Piepser?" fragt sie schlaftrunken. "Ja", sagte ich, "ein Dreier-Alarm..."

Keine Frage, wir werden jetzt rasch in die Klamotten springen und mit dem Auto zum Feuerwehrhaus fahren. Wir wollen es. Wir haben uns freiwillig dafür entschieden. Und deshalb müssen wir jetzt auch - ziemlich egal wann. Ob es draußen kalt oder warm ist. Denn stellt euch vor, es gibt eine Freiwillige Feuerwehr und keiner geht hin... stellt euch vor, es brennt und keiner kommt löschen.....


Ich ging zu einer Party, Mama,
ich erinnerte mich, was Du sagtest.
Du ermahntest mich, nicht zu trinken,
also trank ich Soda stattdessen.

Ich fühlte mich richtig stolz,
so wie Du es mir vorausgesagt hattest.
Ich habe nicht getrunken, um dann zu fahren,
obwohl mir die anderen sagten, es sei nichts dabei.

Ich weiß, ich tat das Richtige.
 Nun ist die Party zu Ende,
und alle fahren sie fort.
 

Als ich in meinen Wagen stieg,
wusste ich, ich würde rasch nach Hause fahren,
weil Du mich so erzogen hast,
verantwortungsbewusst und lieb.

Ich fuhr also los,
aber als ich auf die Straße auffuhr,
sah mich der andere Wagen nicht,
er fuhr einfach über mich drüber.

Als ich lag auf dem Asphalt,
hörte ich den Polizisten sagen,
"Der andere Typ war betrunken",
Und nun bin ich es, der bezahlen wird.

Ich liege hier sterbend, Mama...
Ich wünsche Du wärst bald hier.
Wie konnte das geschehen, Mama?
Mein Leben zerplatzte wie ein Ballon.

Überall um mich ist Blut,
das meiste davon ist meins.
Ich höre den Arzt sagen,
bald werde ich sterben.

Ich wollte Dir nur sagen, Mama,
ich schwöre, ich hab nichts getrunken.
Es waren die anderen,
die anderen haben nicht nachgedacht.

Er war wohl auf derselben Party wie ich.
Der einzige Unterschied ist, er hat was getrunken
Und ich werde sterben.

Warum betrinken sich die Leute, Mama?
Es kann ihr ganzes Leben zerstören.
Jetzt fühl ich heftige Schmerzen.
Es sticht wie ein Messer.

Der Typ, der mich anfuhr, der geht,
und ich denke, das ist nicht fair.
Ich liege hier im Sterben
Und alles, was er kann, ist, zu starren.

Sag meinem Bruder, er soll nicht weinen, Mama,
schreibt "Papas Mädchen" auf mein Grab.
Jemand hätte ihm sagen sollen,
kein Alkohol hinter dem Steuer.
Wenn sie es ihm bloß gesagt hätten,
wäre ich noch am Leben.

Mein Atem wird kürzer,
ich bekomme solche Angst.
Bitte, weine nicht um mich, Mama.
Du warst immer da, als ich Dich brauchte.
Ich hab ich nur noch eine letzte Frage, Mama.
Bevor ich mich verabschiede.


Ich bin nicht betrunken gefahren,
also warum bin ich diejenige, 
die stirbt?


Dieser Text steht hier nicht nur für diejenigen, die sich mit 2,3 Promille hinters Steuer setzen, sondern auch für den, der meint, nach "nur" zwei Flaschen Bier "noch fahren zu können"!!!

Überlege dir also demnächst bitte genau, ob du es verantworten kannst, dass jemand wegen deiner Dummheit sein Leben verliert!!!

Es könnte schließlich auch dein Kind bzw. der liebste Mensch in deinem Leben sein



 Wenn Wir im Verkehrsstau 40 Sekunden lang aufgehalten werden,
sagen die Leute: "Sie brauchen 20 Minuten um herzukommen !"

Wenn Wir mit 60km/h durch die Straßen fahren, sagen sie:
"Schaut euch die rücksichtslosen Spinner an !"

Wenn Feuerwehrleute Fenster eindrücken, um die Ventilation
der Hitze bei der Brandbekämpfung zu verringern sagen sie:
"Seht euch die Kaputtmacher an !"

 Wenn wir den Fußboden aufreißen um an den Brandherd zu gelangen,
sagen sie: "Da läuft die Holzfällerbande !"

 Wenn der Zugführer weit hinten steht, von wo er seine Männer sehen
und leiten kann, sagen sie: "Er hat Angst, dahin zu gehen, wohin er seine
Leute schickt !"

 Wenn Wir ein Gebäude verlieren, sagen die Leute: "Das ist eine
lausige Feuerwehr !"

Wenn wir schnell mit dem Feuer fertig sind, sagen sie:
"Es war kein richtiges Feuer !"

Wenn viel Wasser benötigt wird, sagen die Schaulustigen:
"Die richten mit dem Wasser mehr Schaden an als das Feuer selbst !"

Wenn ein Feuerwehrmann verletzt wird, sagen alle:
"So ein leichtsinniger Bursche !"

Wenn er im Einsatz sein leben lässt, sagen sie zu seiner Familie:
"Damit musste er rechnen als er zu Feuerwehr ging !"


Armer Feuerwehrmann, Du kannst es niemandem recht machen !



"Retten, löschen, bergen, schützen", so lautet ein Wahlspruch der Feuerwehren, und diese vier Worte umschreiben auch ganz treffend deren Aufgaben bzw. die Erwartungen, welche in unsere Feuerwehren gesetzt sind.

Die Spezialisten der Freiwilligen Feuerwehren müssen nach einer Alarmierung sofort am Ort des Geschehens sein, sie müssen natürlich dort selbst schnellstens Hilfe leisten. Wenn möglich sollen sie auch gleich alle Spuren der Katastrophe beseitigen und dabei dürfen selbstverständlich keine Fehler passieren - dies alles setzt man als Betroffener oder Außenstehender (Schaulustiger?) natürlich voraus, denn dafür sind die tapferen Helden der Freiwilligen Feuerwehren schließlich da...

Nur - ganz so einfach ist die Sache dann nicht, denn um im Ernstfall so helfen zu können, wie es erwartet wird, müssen mindestens zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Personal

Das Personal - Hier gleich eines vorweg: Bei den meisten Feuerwehrmitgliedern handelt es sich keineswegs um hoch bezahlte Profis. Die Männer und Frauen der Feuerwehren versehen ihren Dienst am Nächsten ehrenamtlich, d.h. ohne jegliche Bezahlung!!! Für ihre Aus- und Weiterbildung und den Besuch von Spezialkursen müssen sie Urlaub nehmen, die notwendigen Übungen zur Erhaltung bzw. Verbesserung des Ausbildungsstandes finden in ihrer Freizeit statt. Oder die Einsätze: Zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit zu sein, jede Krisensituation unter teilweise enormen psychischen Druck meistern. Oft sind dabei auch schwere und sehr gefährliche Arbeiten durchzuführen.

2. Ausrüstung

Die Feuerwehrausrüstung: Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge und Geräte, welche die technischen Voraussetzungen für alle möglichen Hilfeleistungen schaffen. Da zur Herstellung dieser Ausrüstung naturgemäß nur hochwertiges Material verwendet werden kann und auch eine lange Stabilität und Haltbarkeit unter schwierigsten Einsatzbedingungen verlangt wird, ist sie auch relativ teuer. Und genau hier beginnt es, kritisch zu werden.

 

3. Mehr Aufgaben - weniger GeldObwohl die Aufgabenstellungen an die Feuerwehren immer umfangreicher werden, gibt es zur Beschaffung der dafür notwendigen Geräte und vor allem Fahrzeuge nicht genügend finanzielle Mittel. Sicher, einige Feuerwehren wurden in letzter Zeit mit modernsten Fahrzeugen ausgestattet, aber sehr viele Feuerwehren müssen noch mit zum Teil komplett veralteten und zu schwach motorisierten Fahrzeugen vorlieb nehmen. Konnten sie früher nach 15 Jahren um einen Ersatz ansuchen, so wurde diese Frist nun auf 20 Jahre hinaufgesetzt. Dies brachte natürlich schon so manche Probleme mit sich. Aber durch den chronischen Geldmangel kam es dazu, dass die „Altersgrenze" für Feuerwehrfahrzeuge nun auf ganze 25 Jahre erweitert wurde. Das heißt: Es muss ein Vierteljahrhundert Dienst versehen, bevor es durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden kann, sofern die finanziellen Mittel dafür vorhanden sind; schließlich leiden auch die Gemeinden selbst immer mehr unter dem finanziellen Notstand.
Die für diesen Missstand Verantwortlichen sind aufgerufen, schnellstens eine positive Wende herbeizuführen und alle Feuerwehren mit entsprechenden Fahrzeugen und Geräten auszustatten. Es ist nämlich schlicht und einfach falsch, immer nur damit zu argumentieren, es koste zu viel. Man kann nicht einerseits verlangen, die Feuerwehren müssen alles können (auch der Katastrophenschutz ist hier integriert) und sie andererseits aushungern. Und überhaupt: Es ist geradezu beschämend, wenn von den zuständigen Stellen immer nur die Kostenfrage in den Vordergrund gestellt wird und gleichzeitig gerne übersehen wird, dass alle Feuerwehrmitglieder ihren oft sehr gefährlichen und anstrengenden Dienst zum Wohle der Allgemeinheit selbstlos und gratis versehen. Noch dazu leistet die Feuerwehr als „Mädchen für alles" des Öfteren Arbeiten, die gar nicht zu ihren Aufgaben zählen. Außerdem müsste die Rettung von Menschen, Tieren und Sachwerten den Einsatz aller Mittel rechtfertigen.

Viel Leistung um wenig Geld?!?



Als der liebe Gott den Feuerwehrmann schuf, machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. Da erschien ein Engel und sagte: "Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur!"

Der liebe Gott sprach: "Hast Du die speziellen Wünsche auf der Bestellung nicht gesehen? Er soll pflegeleicht, aber nicht aus Plastik sein; er soll Nerven wie Drahtseile haben und ein offenes Ohr für alle und ein dickes Fell, aber nicht zu dick, dass er auch im Einsatzanzug in einem Golf Platz hat. Er soll einen Rücken haben, auf dem sich alles abladen lässt und er soll in einer überwiegend gebückten Haltung leben und arbeiten können. Sein Zuspruch soll alles heilen können, vom kaputten Auto bis hin zur verletzten Katze auf dem Baum; er soll sechs Paar Hände haben. Und Feuer löschen soll er können."

Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte: "Sechs Paar Hände, das wird es kaum geben!"

"Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen", sagte der liebe Gott, "aber die vier Paar Augen, die ein Feuerwehrmann haben soll."

"Gehören die denn zum Standardmodell?" fragte der Engel.

Der liebe Gott nickte: "Ein Paar das durch geschlossene Türen blickt, während er fragt: Was macht Ihr denn da drüben, obwohl er es längst weiß. Ein zweites Paar im Hinterkopf mit dem er sieht, was er nicht sehen soll, aber wissen muss. Und natürlich noch die zwei Augen nach vorne aus denen er den Bürger, der sich unmöglich benimmt, ansieht und die trotzdem sagen: Ich verstehe Dich und mag Dich, ohne dass er ein einziges Wort spricht. Und dann noch die Augen, mit denen er ständig die Stimmung seiner Vorgesetzten beobachten kann."

"Oh Herr" sagte der Engel und zupfte ihn sanft am Ärmel, "geht schlafen und macht morgen weiter!"

"Ich kann nicht!" sagte der liebe Gott, "denn ich bin nahe daran, etwas zu schaffen, das mir einigermaßen ähnelt. Es ist mir bereits gelungen, dass er sich von selbst heilt, wenn er krank ist; dass er an die 30 Kameraden mit einem winzigen Geburtstagskuchen zufrieden stellt: dass er einen Sechzehnjährigen dazu bringen kann, an der Tankstelle nicht zu rauchen und einen Neunzehnjährigen davon überzeugen kann, dass Alkohol und Autofahren nicht zusammenpassen. Außerdem kann er 20 Minuten überleben, ohne zu atmen. Daneben scheint es mir gelungen zu sein, ihn zu überzeugen, dass der Dienst in der Feuerwehr etwas schönes ist, eine echte Dienstleistung eben, und er in der Lage ist, alle Ungerechtigkeiten klaglos zu dulden."

Der Engel ging langsam um das Modell des Feuerwehrmannes herum und betrachtete es aufmerksam von allen Seiten.

"Zu weich" seufzte er.

"Aber unerhört zäh" sagte der liebe Gott energisch.

"Du glaubst gar nicht, was mein Feuerwehrmann alles aushalten kann!"

"Kann er denken?"

"Nicht nur denken, sondern sogar urteilen und beurteilen, wenn er in der Hierarchie aufsteigt und Kompromisse schließen" sagte der liebe Gott, "und vergessen kann er auch!"



Das System der Freiwilligen Feuerwehren ist in Deutschland sehr weit verbreitet. In Deutschland gibt es Berufsfeuerwehren lediglich in größeren Städten. Im Grunde kann man in Folge davon sprechen, dass das deutsche Feuerwehrwesen fast ausschließlich von Freiwilligen Feuerwehren betrieben wird. Natürlich gibt es auch noch die Betriebsfeuerwehren. Großteils sind diese jedoch hauptsächlich für innerbetriebliche Einsätze zuständig und rücken (auch nicht jede) nur bei größeren Einsätzen in Gebiete außerhalb des Firmengeländes aus.

Was steckt aber nun hinter einer "Freiwilligen Feuerwehr"? An dieser Stelle sei versucht, einige Informationen darüber zu geben.

Unbezahlte Mitgliedschaft

Nun, immer wieder hört man von Betroffenen im Zuge eines Einsatzes die Meinung, wir (als Mitglieder) werden sowieso von der Gemeinde für die Einsatzleistung bezahlt. Speziell bei technischen Hilfeleistungen, weil ja oft eine Rechnung gestellt wird. Das ist völlig falsch! Abgesehen von einem Trinkgeld o.ä. durch den Betroffenen selbst erhalten die Einsatzkräfte keinerlei Bezahlung! Sie machen Ihren Dienst völlig unentgeltlich und dabei spielt es keine Rolle, ob es zum Zeitpunkt des Alarmes zwei Uhr früh oder sieben Uhr abends ist. Die Mitglieder sind nur aus Idealismus oder technischem Interesse oder auch wegen der Kameradschaft Mitglied dieser Körperschaft! Und niemanden interessiert am nächsten Morgen, ob man die halbe Nacht bei einem Brandeinsatz tätig war und - verständlicherweise - nicht ausgeschlafen ist.

Und - auch die Situation bei den Arbeitgebern - speziell im Ort - ist nicht immer jene, wie man es sich wünschen würde: Nicht jeder Chef erlaubt es, dass ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz seine Arbeitsstätte verlassen darf. Ein Problem, dass immer aktuell ist. Andererseits rechnet aber jeder Betroffene damit, dass auch jemand kommt, wenn man die Notrufnummer 112 wählt..

Wesentliche Budgetentlastung der Gemeinde

Einnahmen, die eine Feuerwehr macht, werden für die Aufrechterhaltung des Betriebes verwendet, sei es für Einsatzbekleidung, Reparaturen, Fahrzeugbeschaffungen oder was auch immer. Grundsätzlich ist die Aufrechterhaltung einer Feuerwehr Aufgabengebiet der Gemeinde. Nicht immer, aber doch häufig, ist somit die Feuerwehr ein "rotes Tuch". Schließlich bringt sie - wirtschaftlich gesehen - nichts und kostet nur. Ein Umstand, den viele Feuerwehren deutlich spüren. Steht die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges an, geht meist die erste Frage an die Feuerwehr, welchen Betrag denn sie dazu beisteuert? Oft hat man das Gefühl, als wäre man der Meinung, man müsse schon selbst auch was beitragen, um ein neues "Spielzeug" zu bekommen. Wenn da kein Frust aufkommt...

Feuerwehr ist KEIN Verein!

Die Feuerwehr ist kein Verein, sondern eine Körperschaft öffentlichen Rechtes. Sie unterscheidet sich von einem Verein in einem ganz wesentlich Punkt: Die Aufgaben einer Feuerwehr sind gesetzlich geregelt! Vergleiche mit, ohne abwertend wirken zu wollen, mit einem Sport- oder Musikverein sind also völlig unangebracht. Oder kennen Sie einen Fußballer, der ohne Ankündigung um drei Uhr nachts von 0 auf 100 ist, um zu einem Spiel (in unserem Fall Einsatz) auszurücken? Nein? Eben - wir auch nicht!

Haftung

Haben Sie gewusst, dass der Einsatzleiter einer Feuerwehr im Grund mit seinem Privatvermögen haftet? Jedes Jahr gibt es - Deutschlandweit - zahlreiche Gerichtsverhandlungen, weil eine Feuerwehr bei einem Einsatz etwas beschädigt hat oder sonst etwas passiert ist! Im Bezug auf eine allfällige Geldstrafe wird sicherlich die Gemeinde aushelfen, nur eine Eintragung im Strafregister kann niemand anderer auf sich nehmen, als der Einsatzleiter. Und trotz dessen gibt es in Deutschland Tausende Freiwillige, die diesen "Ehren-Dienst" freiwillig durchführen.

Immer mehr Menschen klagen die Feuerwehr, oft aus lächerlichen Anlässen an. (In Oberösterreich war es der Fall, dass eine Feuerwehr zu einer Wohnungsüberflutung gerufen wurde. Die Feuerwehr half, rasch und unbürokratisch. Wenige Wochen später erhielt die Feuerwehr ein Schreiben eines Rechtsanwaltes, sie müsse einen Schaden an der Badewanne bezahlen. Ein geringerer Betrag, aber als Feuerwehrmitglied denkt man sich seinen Teil. Man hilft, den bestehenden Schaden so rasch als möglich zu minimieren und wird wegen einer Kleinigkeit verklagt!)

Ein anderer Fall: Die Feuerwehr rückt zu einem Gebäudebrand aus. Mit großen Anstrengungen gelingt es, ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarobjekte zu verhindern. Später erhält die Feuerwehr eine Klage des Nachbarn, Auspuffgase der Fahrzeuge hätten Teile seines "lebenden" Zaunes zerstört...

Wäre der Idealismus oft nicht so ausgeprägt, hätten schon viele das Handtuch geworfen. Jeder, der so oder ähnlich denkt, sollte sich einmal überlegen, was eine Berufsfeuerwehr kostet! Und die Kosten für die Geräte sind noch die geringeren! 

Mädchen für alles ??? !

Speziell in den ländlichen Gebieten ist die Feuerwehr meist das Mädchen für alles. Sie ist da, um Bäume zu fällen, einen Kanal zu spülen, einen Brunnen auszupumpen oder was auch immer. Und in den meisten Fällen stellen die Feuerwehren keine Rechnung. Die meisten der Betroffenen geben aber freiwillige Spenden und wissen die Leistungen der Feuerwehr zu schätzen.



Ich wünschte, du könntest den Kummer des Geschäftsmannes sehen, als sein Lebenswerk in Flammen aufging oder die Familie, die nach Hause kam, nur um ihr Haus und ihre Habseligkeiten beschädigt oder sogar zerstört vorzufinden.

Ich wünschte, du könntest fühlen, wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach eingeschlossenen Kindern abzusuchen. Die Flammen schlagen über deinen Kopf hinweg, während des Kriechens schmerzen deine Handflächen und Knie, der Fußboden gibt unter deinem Gewicht nach, wenn die Küche unter dir zu brennen anfängt.

Ich wünschte, du könntest die Furcht in den Augen einer Ehefrau um 3 Uhr morgens sehen, wenn ich ihrem 40 Jahre altem Ehemann den Puls fühle und keinen finde. Ich beginne mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, hoffe wider besseren Wissen ihn zurückzuholen, aber ich weiß, dass es zu spät ist. Aber seiner Frau und seiner Familie muss ich das Gefühl geben, dass alles Mögliche getan wurde.

Ich wünschte, du könntest den unvergleichlichen Geruch von brennenden Isolierungen, den Geschmack von Ruß auf deinen Schleimhäuten, das Gefühl der intensiven Hitze, die durch deine Ausrüstung dringt, das Geräusch der lodernden Flammen und die Beklemmung absolut nichts durch diesen dichten Rauch zu sehen, nachempfinden - ,,Sensationen, an die ich mich zu sehr gewöhnt habe, mit denen ich zu sehr vertraut geworden bin.“

Ich wünschte, du könntest verstehen, wie es ist, am Morgen zur Schule oder zur Arbeit zu gehen, nachdem du den Großteil der Nacht, heiß und wieder nass durchgeschwitzt, bei einem Einsatz verbracht hast.

Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich zu einem entstehenden Feuer gerufen werde: ,,Ist es ein falscher Alarm oder ein fortgeschrittenes, atmendes Feuer? Wie ist das Gebäude konstruiert? Welche Gefahren erwarten mich? Sind Menschen eingeschlossen?“

Ich wünschte, du könntest in der Notaufnahme dabei sein, wenn der Arzt das hübsche fünf Jahre alte Mädchen für tot erklärt, nachdem ich es zuvor 25 Minuten lang versucht habe am Leben zu halten. Sie wird nie zu ihrem ersten Date gehen können oder jemals wieder die Worte ,,Ich liebe dich, Mama“ sagen können.

Ich wünschte, du könntest die Frustration im Führerhaus des Löschfahrzeuges fühlen, der Maschinist drückt seinen Fuß fest auf die Bremse, mein Daumen drückt wieder und wieder den Schalter des Presslufthorns, wenn du dir vergeblich versuchst Vorfahrt an einer vorfahrtberechtigten Kreuzung oder im dichten Verkehrsstau zu verschaffen. Wenn du uns brauchst, wann auch immer es ist, deine ersten Worte nach unserem Eintreffen werden sein: ,,Es hat fast eine Ewigkeit gedauert bis ihr hier wart!“

Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich helfe, eine junge Frau aus den zertrümmerten Resten ihres Wagens zu ziehen: ,,Was wäre, wenn es meine Schwester, meine Freundin oder eine Bekannte ist? Wie werden ihre Eltern reagieren, wenn vor ihrer Tür ein Polizist steht, der seine Mütze in den Händen hält?“

Ich wünschte, du könntest wissen, wie es sich anfühlt nach Hause zu kommen, meine Eltern und Familie zu begrüßen, aber nicht das Herz zu haben ihnen zu erzählen, dass ich beinahe von meinem letzten Einsatz nicht zurückgekommen wäre.

Ich wünschte, du könntest die physische, emotionale und mentale Belastung von stehen gelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen, zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen haben.

Ich wünschte, du könntest verstehen, wie es ist, einen kleinen Jungen auf deinem Arm zu tragen, der fragt, "Ist meine Mama OK ", und es ist dir unmöglich, ihm in die Augen zu schauen, ohne dass dir die Tränen in die Augen steigen und du nicht weißt, was du sagen sollst. Oder wie es ist, einen alten Freund zurückzuhalten, der mit ansehen muss, wie sein bester Kumpel in den Rettungswagen getragen wird, und du weißt genau, dass er nicht angeschnallt war.

Solange du dieses Leben nicht durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was unsere Arbeit wirklich bedeutet.

Denk immer daran, es gibt viele Menschen, die diesen Dienst freiwillig machen!!



Da die Feuerwehren zumeist sehr unmittelbar mit dem Schrecken und Leiden eines Verkehrsunfalls konfrontiert werden, möchten wir an dieser Stelle über die gesamte Dramatik und auch die Grausamkeit eines Unfalles berichten. Besonders ansprechen wollen wir unsere jugendlichen Mitbürger im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Denn auf diese entfallen nicht weniger als 48 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Die häufigste Unfallursache ist überhöhte Geschwindigkeit; bei einem Drittel aller Fälle ist Alkohol im Spiel. An einem Freitag ereignen sich statistisch gesehen die meisten Unfälle mit Sachschäden, "todsicher" - im traurigsten Sinne des Wortes - ist man an einem Samstag zwischen 15 und 21 Uhr unterwegs. Der "Hauptdarsteller" heißt Klaus, doch genauso gut könnte er anders heißen - vielleicht genauso wie ...?

Sekunde Null

Klaus fährt 90 km/h. Sein Auto wiegt 1.200 kg. Bei diesem Tempo stecken im Auto 38.226 kg Translationsenergie (nach vorne in Fahrtrichtung strebende Wucht). Das entspricht der Wucht einer aus 2.000 Meter Höhe abgeworfenen 250 kg Bombe, die mit einer Kraft (Gewicht) von 100 bis 300 Megapond (1 Megapond=1.000 kg) auf hartes Pflaster knallen würde. Klaus tut von sich aus noch 2.230 kg Energie hinzu, weil er 70 kg wiegt und auch 90 km/h fährt. Soeben fährt er gegen einen Baum.

Sekunde 0,1

Das Zehntel einer Sekunde ist vorbei. Stoßstange und Kühlergrill sind eingedrückt, die Motorhaube beginnt sich zu kräuseln. Der Wagen hat etwa 5 km/h an Fahrt verloren. Klaus fühlt sich deutlich nach vorne gedrängt. Neben seinem Gewicht, das mit 70 kg im Polster sitzt, hat er nun auch ein Gewicht nach vorne von 170 kg. Klaus macht die Beine steif, um dieser Neuigkeit im wörtlichen Sinn entgegenzutreten. Und er drückt gegen das Lenkrad, damit es ihn nicht aus dem Sitz hebt. Mit den Beinen stemmt er rund 156 kg ab, mit den Armen stemmt er auch so 30 bis 35 kg. Er hätte nie geglaubt, dass er so stark ist, aber es gelang ihm, noch sitzen zu bleiben. Da kommt der zweite harte Stöße. Noch ehe er sich besinnen kann, ist sie vorbei, die Sekunde 0,1

Sekunde 0,2

Die etwas härteren Teile des Fahrzeuges, Radaufhängung und Kühler, sind soeben am Baum angekommen; die Verbindungen mit dem Wagen reißen ab, denn der übrige Wagen fährt noch sehr schnell, insbesondere hinten mit dem Kofferraum. Klaus fühlt jetzt einen mächtigen Schlag auf den Beinen, denn der Teil des Wagens, gegen den er sich mit den Füßen stemmt, wurde soeben auf etwa 60 km/h abgebremst. Mit den Beinen stemmt er 350 bis 420 kg ab. Wollte er jetzt noch sitzen bleiben, müsste er mit den Armen 220 kg am Lenkrad abstemmen, aber das schafft er doch nicht. Seine Kniegelenke geben nach, sie brechen einfach knirschend oder springen aus dem Gelenk. Und deutlich spürbare Gewalt zieht ihn mit seinem Gewicht von rund 140 kg auf einer Kreisbahn nach oben in die Ecke der Sonnenblende. Alles in allem verteilt Klaus zurzeit insgesamt 413 kg Eigengewicht auf seine Gliedmaßen.

Sekunde 0,3

Klaus hat jetzt ein etwas leichteres Schicksal: Er ist mit Fliegen beschäftigt, er ist noch unterwegs zu den Hindernissen. Seine gebrochenen Knie kleben am Armaturenbrett, mit den Händen hält er fest das Lenkrad, das sich unter seinem Griff elastisch biegt, und ihn um weitere 5 km/h abbremst.

Sekunde 0,4

Klaus ist noch immer unterwegs, sein Becken stößt gegen den Lenkradkranz. Klaus ist in diesem Moment nur etwa 100 kg schwer. Die Lenksäule biegt sich unmerklich nach oben. Da kommt der furchtbare Moment, indem der schwerste und stabilste Teil des Wagens, der Motor, an den Baum kracht.

Sekunde 0,5

Sekunde 0,5 ist soeben vorbei. Motor und Klaus stehen still. Nur der Kofferraum fährt noch mit 50 oder 60 km/h. Die Seitenwände des Wagens überholen sich selbst. Die Hinterräder bäumen sich hoch auf, zwei drei Meter hoch. Aber der Wagen interessiert uns jetzt nicht: Was ist mit Klaus in dieser Zeit passiert? Klaus kam im Verlauf einer Zehntelsekunde zum Stillstand. Sein Gewicht wuchs auf 973 kg an. Mit dieser erbarmungslosen Gewalt wurde er auf die Lenksäule geschleudert. Das Lenkrad, an dem er sich noch immer fest hielt, brach unter dieser Stoßkraft zusammen wie eine morsche Brezel. Mit der Kraft von rund 870 bis 920 kg (je nach Stärke des Volants) dringt die Lenksäule als stumpfe Lanze in seine Brust. Gleichzeitig rammt der Kopf mit einem betäubenden Schlag die Windschutzscheibe. Hätte sich Klaus nicht mit so übermenschlicher Kraft am Lenkrad fest gehalten, dann würde er vielleicht auch 1.300 kg schwer geworden sein, in diesem Moment. Und dabei wären ihm die festgeschnürten Schuhe von den Füßen geflogen.

Das EndeNoch eine oder zwei Zehntelsekunden, dann ist Klaus tot. Nach sieben Zehntelsekunden steht der Wagen still. Das Unglück ist vorbei. Sagen Sie einmal "einundzwanzig" das ist eine Sekunde. Und nun sagen sie "zwanzig": Das ist die Zeit in die Ewigkeit für Klaus gewesen.



Was macht Ihr, wenn euer Haus, eure Wohnung brennt?

Was macht Ihr, wenn Ihr nach einem Unfall in eurem Auto eingeklemmt seid?

Was macht Ihr, wenn eure Katze stundenlang im Baum sitzt und nicht mehr runter kommt?

Was macht Ihr, wenn Ihr auf der Straße eine Ölspur entdeckt?

Was macht Ihr, wenn ein LKW seine gefährliche Ladung verliert?

Was macht Ihr, wenn Ihr beim Wandern einen Abhang hinabstürzt?

Was macht Ihr, wenn ihr nach einem Unwetter den Keller überflutet habt?

Was macht Ihr, wenn ein Sturm einen Baum entwurzelt hat?

 

Ihr ruft nach der Feuerwehr!

 

Aber Macht ihr euch auch Gedanken wer diese Leute sind?

Es sind Frauen und Männer, jung und alt.

Sie haben einen Beruf.

Sie haben eine Familie.

Sie haben Freunde.

Sie haben Hobbys.

Sie haben wohlverdiente Freizeit.

 

Und: Sie sind immer für euch da, wenn Ihr sie ruft!

365 Tage im Jahr,

7 Tage die Woche,

24 Stunden täglich,

Wenn es regnet oder schneit, aber auch bei über 30°C,

Auch Ostern oder Weihnachten.

Ihre Feuerwehr



Ihr sagt, wir wären Säufer, ihr sagt, wir würden nur besoffen zu Einsätzen fahren. Ihr verliert selten ein gutes Wort über uns, doch so sind wir gar nicht!
Natürlich trinken wir gerne zusammen, doch nicht öfter und mehr als andere Leute.
Und wir nehmen unsere Aufgaben so gut wahr wie wir es als Menschen können.

Wir versuchen
365 Tage im Jahr,
7 Tage die Woche und
24 Stunden am Tag für euch da zu sein.
Wenn euer Haus brennt, löschen wir es,
wenn ihr im Auto eingeklemmt seid, schneiden wir euch raus und
kommt ihr nicht über eine Strasse, machen wir den Weg frei.
Und es macht uns Spass!

Auch das Dorfleben gestalten wir mit, wir organisieren das Osterfeuer und wem macht ein Osterfeuer keinen Spass?
Ich arbeite mit Kindern aus dem Kindergarten und den Schulen.
Und es macht uns Spass!

Manchmal haben wir furchtbare Einsätze, wenn wir auf die Autobahn müssen, dann fragt man sich jedes mal ob wieder ein Mensch sein Leben verloren hat oder ob es einen Anblick gibt der sich für immer in die Seele einbrennt.

Jedes mal setzen wir unser Leben aufs neue aufs Spiel um euch zu helfen. Sobald wir mit dem Löschfahrzeug auf der Strasse sind und das Martinshorn jault,
setzen wir unser Leben aufs Spiel.
Denn, wie viele Feuerwehrmänner haben schon ihr Leben auf einer Fahrt zum Einsatz verloren? Wie viele es auch immer sind, es sind zu viele.

Wenn wir unter PA ins Feuer gehen um euer Leben, oder das eures Kindes zu retten, setzen wir unser Leben aufs Spiel.
Jedes mal wenn wir uns einem brennenden Haus nähern,
setzen wir unser Leben aufs Spiel, denn das Feuer ist unberechenbar.

Aber es gibt auch schöne Momente.
Jedes mal, wenn man in Einsatzkleidung durch das Dorf geht und die Kinder sagen
„Guck mal ein Feuerwehrmann“ und man das Strahlen in ihren Augen sieht.
Jedes mal, wenn man ihnen den Helm auf den Kopf setzt und sie sich toll damit fühlen.
Jedes mal wenn man einrückt und sich sagen kann „heute habe ich wieder einen Menschen gerettet“

Ihr könnt sagen was ihr wollt, die Freiwillige Feuerwehr ist für uns das grösste.
Welches kleine Kind träumt nicht davon Feuerwehrmann zu werden?
WIR haben uns diesen Traum verwirklicht, und WIR helfen so, wie wir es als kleine Kinder immer wollten.

Und es macht uns Spass!
Und jetzt sagt noch einmal wir wären nur Säufer!
Wir sind normale Menschen, doch wenn ihr uns braucht, sind wir für euch da.

Ein Feuerwehrmann
und stolz darauf es von sich sagen zu dürfen



Ich bin der Mann...
Der übermüdet in der Schule sitzt
Wenn nachts ein Unglück warIch bin der Mann...

Der nachts aus seinem warmen Bett springt

Wenn die Feuersirene heult

Ich bin der Mann...

Der vom Lehrer entgeistert angeguckt wird

Wenn im Unterricht mein Piepser ertönt

Ich bin der Mann...

Der von allen dumm angeguckt und bespottet wird

Wenn er zu seinem Auto rennt um zu helfen

Ich bin der Mann...

Der durch dichten Raucht kriecht

Wenn Kinder in den Flammen eingeschlossen sind

Ich bin der Mann...

Der mit ansehen muss

Wenn der Notarzt den jugendlichen Autofahrer für tot erklärt

Ich bin der Mann...

Der die Schreie der Hausfrau ertragen muss

Wenn das gesamte Hab und Gut in Flammen steht

Ich bin der Mann...

Der es gerne hört

Wenn jemand „Danke Feuerwehrmann“ sagt

 

Ich bin der Mann...

Der nur respektiert wird

Wenn man ihn braucht

Ich bin der Mann...

Der es trotzdem gerne macht

Wenn Andere seine Hilfe brauchen

Ich bin der Mann...

Der Feuerwehrmann ist




Stellen Sie sich bitte einmal vor, dass Sie an einer Hauptverkehrsstraße wohnen. Nachts um drei Uhr fährt - mit Tatütata und Radau - die Feuerwehr oder die Rettung oder eine der anderen Hilfsorganisationen mit ihren größtenteils freiwilligen und somit "unbezahlbaren" Helfern an Ihrem Haus vorbei.

 

Sie werden sofort wach und denken eventuell... ...

 

"Hoffentlich kommen die noch rechtzeitig?"

oder ...

"Na ja, nach § 35 StVO muss der Fahrer ja mit Blaulicht und Martinshorn fahren"

oder (am wahrscheinlichsten) ...

"Müssen diese Idioten wieder so einen Krach machen?"

 

Aber haben Sie auch schon einmal daran gedacht,

 

- dass diese Idioten vor fünf Minuten noch genauso friedlich in ihrem Bett schlummerten wie Sie?

- dass diese Idioten auch um sechs Uhr früh wieder raus müssen, wie Sie?

Aber

- dass diese Idioten, wenn sie nach zwei oder drei Stunden wieder ins Bett fallen sowieso nicht mehr schlafen können, weil man halt nicht so gut schläft, wenn man gerade einen Menschen aus einem brennenden Haus oder verunfallten Fahrzeug gerettet hat?




Aber wahrscheinlich werden Sie gar nicht wach, weil unsere Fahrer aus Rücksicht auf Sie trotz § 35 StVO das Martinshorn auslassen, oder weil Sie nicht an einer Hauptverkehrsstraße wohnen. Dann haben Sie eben Glück und brauchen sich nicht über die "Idioten" von der Feuerwehr oder der Rettung oder von den anderen Hilfsorganisationen aufregen.

 

... außerdem denken die inzwischen schon selbst:

 

"Warum mache ich IDIOT das eigentlich???"



Aufgewacht mir schwerem Schädel -
grad’ noch geträumt von einem Mädel -,
der Piepser singt das Lied vom Brand.
"Zwei" zeigt die Uhr dort an der Wand.
Raus, ins kalte Auto rein;
frostig ist's, es wird bald schnei'n.
Im Eis auf der Scheibe nur ein Schlitz,
eiskalt ist der Fahrersitz.
Motor blubbert, kommt in Gang,
kriegt schnell jenen hohen Klang,
den man vom Nürburgring her kennt
und den man "höhertourig" nennt.
Reifen quietschen schon beim Start,
Kurventechnik: herzlich/hart,
"Ideallinie" nehmen, gradeaus -
da ist schon das "Spritzenhaus".
Klar, jetzt ist der Motor warm,
die Scheibe frei und -
Fehlalarm!
Ein "Bürger" tat den Melder drücken,
um dann fröhlich abzurücken.
Erwischen müsst' man diesen Knaben,
um ihm - die Meinung mal sagen.



Einige Gedanken von Kora Weinknecht

„Piieepp, piieepp, piieepp“, da war es wieder, dieses Geräusch das mein Piepser von sich gab, wenn es mal wieder Zeit war für einen Einsatz. Es war vier Uhr Früh und ich hatte seit dem letzten Einsatz nur ca. eine halbe Stunde geschlafen. Und nun wurden wir wieder zu einem Einsatz gerufen. Das hieß also ab ins Auto und ein paar Minuten später waren wir auch schon auf dem Weg Richtung Einsatzort. Uns wurde auch gleich per Funk durchgegeben, worum es sich handelte.

„2-19 einsatzmäßig Richtung Olympiabrücke – Mensch in Notlage.“ Mensch in Notlage war ein Satz den ich wirklich hasste, denn er sagt absolut nichts darüber aus, um was für einen Einsatz es sich handelt. Das konnte nun wirklich alles sein. Als wir den Einsatzort erreichten, war die Feuerwehr und Polizei schon vor Ort.„Wir versuchen gerade die Tür aufzubrechen, aber die scheint ziemlich massiv zu sein“, erklärte uns einer der Feuerwehrmänner. Mein Fahrer drehte sich zu mir um und meinte: “Nimm mal den Defi und den Notfallkoffer mit. Ich fordere einstweilen den Notarzt und den Einsatzleiter an.“ Vollbepackt kam ich wenige Minuten später zur Tür, die immer noch ungeöffnet war, und stellte alles ab. 

„Wer hat uns denn eigentlich angefordert?“, fragte mein Fahrer einen der Feuerwehrmänner, die immer noch hart am arbeiten waren. „Die junge Frau dort drüben, die gerade mit dem Polizisten spricht!“, er deutete in die entsprechende Richtung. 

Kurze Zeit darauf traf der Einsatzleiter ein und gab der Feuerwehr die Anweisung durch ein Fenster einzusteigen, wenn die Tür ein solches Problem darstellte. Also stiegen drei Feuerwehrmänner über eines der Fenster ein und an dem erschreckten: „Oh mein Gott“, war mir sofort klar, daß sich dort drinnen tatsächlich ein Mensch in Notlage befand. Die Feuerwehrmänner öffneten uns von innen die Türe und da bot sich uns ein nicht gerade angenehmes Bild. Auf der Couch lag ein junger Mann, weiß wie die Wand, der offensichtlich einen Selbstmordversuch hinter sich hatte. Er hatte versucht sich die Pulsadern und die Halsschlagader auszuschneiden und er hatte auch ganz gut getroffen, denn der blutete stark. Mein Fahrer und ich stürzten zu ihm und begannen mit der Erstversorgung. Wir legten Verbände an, sprachen mit ihm und erklärten ihm alle Maßnahmen, wobei von ihm eigentlich keine Reaktion mehr kam. Kurze Zeit darauf draf der Notarzt ein und setze die weitere Versorgung fort. Soweit hatten wir ihn dann auch stabil und wollten ihn von der Couch auf die Trage umlagern, womit er aber ganz und gar nicht einverstanden war und sich wie wild zu wehren wusste. Mit seiner Faust draf er mein linkes Auge, was mir noch Tage danach ziemlich weh tat. Schließlich hatten wir ihn aber doch so weit beruhigt, dass wir ihn ohne Probleme ins Krankenhaus mitnehmen konnte, wo er dann weiter versorgt wurde.

Nach diesem Einsatz folgten in dieser Nacht keine weiteren mehr und eigentlich wäre ich müde gewesen und hätte noch ein wenig schlafen können, bevor der Universitätsalltag wieder anfing, aber ich konnte nicht. Sobald ich meine Augen schloss kam dieses Bild zum Vorschein, dieser junge Mann, der auf der Couch lag, das Blut von seinen Armen fließend ...

Ich muss auch heute, und seither ist doch einige Zeit vergangen, immer wieder an diesen Einsatz denken. Es blieb leider nicht mein einziger Einsatz bei dem sich ein Mensch das Leben nehmen wollte. Aber seit diesem Einsatz frage ich mich allerdings immer wieder: “Wer hilft eigentlich uns Helfern?“ Die Bevölkerung verlässt sich darauf, dass Feuerwehr und Rettung immer einsatzbereit sind, dass wir da sind, wenn sie uns brauchen. Und das sind wir, ob es draußen stürmt und scheint, wir sind da, und das rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr. Aber wir Helfer haben auch Gefühle. Auch wenn wir am Einsatzort erst mal so schnell wie möglich unserer „Arbeit“ machen, so gehen die wenisgten Einsätze spurlos an uns vorüber. Wer hilft nun uns Helfern, solche Einsätze, wie ich ihn erlebt habe, zu verarbeiten? 

Wer ist für uns Helfer da, wenn wir einmal HILFE brauchen?



"Sie schreien nach uns um Hilfe, wann ihnen das Wasser in das Maul rinnt, und wünschen uns vom Hals, kaum als einen Augenblick dasselbige verschwunden." 
(Prinz Eugen von Savoyen, 1704) 

Bei einem großen Brand wird mein Werk erst erkannt... 
(Inschrift einer Handruckspritze der FF Entringen (D) aus dem Jahre 1785)  

"Rauche nie im Bett, die Asche, die herunterfällt, könnte deine eigene sein"  

Im Übrigen wird der Wert eines Vorgesetzten nicht nach seiner Betriebsamkeit bemessen, sondern nach dem, was er schafft.
(Emil Oesch)  

Es ist besser, Ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu sein, als geehrt zu sein und es nicht zu verdienen.
(Mark Twain) 

"Unglück hat mich gelehrt, unglücklichen Hilfe zu leisten" 
(Vergil, römischer Dichter) 

Der Rettende fasst an und klügelt nicht.
(J. W. Goethe)



Er ist ein Mann wie du und ich, der in diesem Haus wohnt, mit dem aufgeweckten Kopf eines Kindes; der sich nie der Bewegung der Sirenen, Brände und Gefahren entziehen kann, mit Fehlern, Sorgen und unerfüllten Träumen, aber mit mehr Güte als die meisten von uns.

Das ist ein Feuerwehrmann! 

Der seine Kräfte anbietet jedes Mal, wenn es Alarm schlägt. Der mit einem Mal der Glücklichste oder unglücklichste Mann ist. Der den Wert des Lebens kennt, weil er die große Macht der unkontrollierten zerstörerischen Kräfte gespürt hat.

Das ist ein Feuerwehrmann! 

Ein Mann, der auf das Lächeln der Kinder antwortet, weil er in seinen Armen kleine Körper getragen hat, die nicht mehr lächeln werden. Ein Mann, der sich an den einfachen Vergnügen des Lebens erfreut, wie an deinem Gruß zum Beispiel oder an einer Tasse heißen Kaffees, um Kraft zu schöpfen.

Das ist ein Feuerwehrmann! 

Kameradschaft eines tapferen Mannes, göttlicher Friede nach getaner Arbeit mit all den Leuten. Der Feuerwehrmann hegt keinen Groll und schwingt keine Fahnen im Trott der Masse, noch reißt er irgendwelche dreckigen Zoten, aber er pflegt das Andenken an die verunglückten Kameraden.

 
Der Feuerwehrmann spricht nicht über die Brüderlichkeit unter den Menschen - Er lebt sie!

Das ist ein Feuerwehrmann!



Wenn ich einem Kind schützend meine Hand reiche - Auch wenn ich nicht sein Vater bin.

Wenn ich für Menschen die ich nicht einmal kenne, meine Leben und meine Gesundheit riskiere und dabei sicher nicht lebensmüde bin.

Weißt du wer ich bin?

Wenn ich auf der Straße einem Sterbenden zum Trost ein Versprechen gebe, das ich nicht halten kann und wahrhaftig kein Lügner bin. Wenn ich arbeite bei Tag und Nacht oft rund um die Uhr und doch kein Schichtarbeiter bin.

Weißt du wer ich bin?

Wenn ich hungrigen Tieren Futter und Wasser bringe und bin trotzdem kein Bauer. Wenn ich mir Urlaub nehme zum Lernen. Bin aber kein Schüler.

Weißt du wer ich bin?

Wenn ich im Notfall sorge für Speis und für Trank und stehe für`s nötige Geld, auch noch an der Schank. Wenn ich auf meine Freizeit verzichte meine Familie oder Freunde vernachlässige, weil du meine Hilfe brauchst.

Weißt du wer ich bin?

Ich rette aus Überzeugung dein Leben, dein Hab und Gut. Um darüber zu reden, fehlt mir meistens der Mut. Und wenn du mir jetzt glaubst, das ich das alles kann ich bin trotzdem nur

ein Feuerwehrmann.



Wer sieht, das Leben eines Feuerwehrmannes, wenn "er" nicht im Einsatz ist?

Wer sieht die zahlreichen Stunden, die ich wartend zugebracht habe, wartend drauf dass "er" zurückkommt, von seinem letzten Einsatz?

Wer sieht die durchgemachten Nächte, weil "er" bei einem Einsatz ist, und ich nicht schlafen kann, mit jeder Minute mache ich mir mehr Sorgen? Kommt "er" wohl unbeschadet von dem Einsatz zurück?

Wer sieht die Angst in meinen Augen? "Er" ist schon seit mehr als vier Stunden weg. Ob auch wirklich alles in Ordnung ist mit ihm?

Wer fühlt mein Herz schlagen, wenn ich mir Sorgen mache?

Wer kann mir versprechen, dass "er" nicht auch einmal unter den Verletzten sein wird? Eine Rauchgasvergiftung? Oder sogar Schlimmeres?

Wer sieht, mich zurückgelassen an meinem Geburtstag? Wir wollten gerade feiern, doch dann kam ein stiller Alarm?

Wer sieht die unzähligen Fehlalarme, die ausgelöst werden, weil Leute unachtsam sind? Für die Feuerwehrmänner macht das keinen Unterschied - sie machen sich bei jedem Alarm gleich schnell auf dem Weg, mit immer demselben Elan "helfen und retten" zu wollen!

Wer sieht die Stunden, die ich draußen vor der verschlossenen Haustüre verbracht habe, weil "er" zu einem Einsatz gerufen wurde, und pflichtbewusst so schnell weggefahren ist, dass er mir den Schlüssel nicht mehr geben konnte?

Wer hört all die Gespräche, in denen "er" mir von seinem Einsatz erzählt? Von seinen Gedanken, wenn er zu einem Feuer gerufen wird, von seinen Ängsten, aber auch seinen Erfolgserlebnissen?

Wer leidet mit "ihm", wenn er von einem Einsatz zurückkommt, total durchgeschwitzt, nass und verspannt, weil er eine halbe Ewigkeit das Atemschutzgerät tragen musste?

Wer sieht meine Erleichterung, Wenn "er" nach stundenlanger Arbeit, endlich wieder nach Hause zurückkehrt, müde und erschöpft, aber in einem Stück?

Wer hilft an seinem freien Tag den TLF-A zu putzen, damit er all die Spuren von den letzten Einsätzen endlich einmal verliert?

Wer sieht... mich?






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